Silentium
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Silentium

Fotografien von Gabriella Héjja, DGPh

von 27. Oktober bis 26. November 2010


Friedhöfe lösen bei Menschen sehr unterschiedliche Reaktionen aus – von Besinnlichkeit bis zur Trauer mag bei den meisten die Bandbreite reichen. Sicherlich ist die Stille, mehr noch, das erlebte Gebot der Stille eineder Reaktionen, die wir mit den meisten unserer Mitmenschen teilen. Das Mahnende der Stille einzufangen und zu bewahren, sollte das Ziel dieser Bilderserie sein. Mittelformatkameras und Schwarz-Weiss-Negativfilm schienen am besten geeignet, um das Alter, das in ihm Beständige auszudrücken, das gleichsam den Erinnerungen an die Verstorbenen der Vergänglichkeit unterworfen ist, und dabei für überdauernde Würde und Patina statt Zerstörung oder gleichgültig hingenommenen Verfall steht.

In meiner Zeit an der ASA-Schule für Fotografie in Budapest habe ich gelernt, welch besonderer Reiz von Fotografien ausgehen kann, die auf sehr alte, längst überlagerte Filmen belichtet werden. Die unnachahmlichen Strukturen, die durch die Zersetzung der Filmemulsion entstanden sind, harmonieren mit der Ästhetik des Vergänglichen und prägen die Stimmung der Bilder. Aufgenommen wurden die Fotografien in Budapest und München.