Unter Puristen werden fotografische Techniken, wie Doppelbelichtungen oder sogenannte „Sandwiches“ – übereinandergelegte Diapositive oder, weit seltener angewandt, Negative bzw. deren Äquivalente im Bereich digitaler Bildbearbeitung – nicht immer wertgeschätzt. Fast unmöglich erscheint die genaue Kontrolle des angestrebten Produkts, weshalb derlei Techniken auch immer der Makel des Zufälligen anhaftet. Mir gefallen diese Techniken sehr – obgleich ich natürlich zustimmen muss, dass auch dem Zufall Raum bei der Gestaltung bleibt. Trotzdem, der Gestehungsprozess solcher Bilder ist alles andere als langweilig. Motiviert von einer Vorstellung, sucht man Entsprechungen in der Realität, die dieser Vorstellung möglichst nahe kommen. Zur Komplettierung kann man mit Hilfe der genannten Techniken nach gestalterischen Ergänzungen suchen. Wenn diese Technik entsprechend angewandt wird, fällt sie kaum oder gar nicht auf – die Bilder wirken authentisch – und man erkannt erst auf den zweiten Blick, dass es so, wie auf der Fotografie dargestellt, in Wirklichkeit gar nicht gewesen sein kann.








