Ausstellung und Wettbewerb
Künstlerische Fotografie
Bericht: Jurierung
Die Galerie Treppenhaus, das Forum Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) und die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) starteten in diesem Frühjahr zum zweiten Mal gemeinsam den Fotowettbewerb "Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg" für professionelle und semiprofessionelle Fotografen der EMN. Das Motto lautete diesmal: "Städtebau und urbaner Raum". Damit wurde das Thema Architektur aufgegriffen, wobei die Betonung auf den Bereichen Stadtplätze, Stadtoasen und Stadtverkehr lag.
Alle Fotografen und Fotoclubs der EMN waren dazu eingeladen, ausgewählte Werke zu einzureichen. Die Fotografien zum Motto "Städtebau und urbaner Raum" konnten bis zum 30. Juni 2011 an die Galerie Treppenhaus in Erlangen in den Bereichen "professionelle Fotografie" und "semiprofessionelle Fotografie" eingesendet werden.
Im Juli 2011 wählte eine unabhängige Jury die besten unter insgesamt 300 eingereichten Fotografien aus. Über 40 Fotografen nahmen mit 300 Fotos an dem insgesamt mit 2000 Euro dotierten Wettbewerb teil. Davon hatte die Jury 100 Bilder ausgesucht: diese sollen, beginnend mit der Vernissage am 16. September bis zum 21. Oktober 2011, in einer Ausstellung in der Galerie Treppenhaus in Erlangen präsentiert werden.
Annahmen:
Dwi Anoraganingrum, André Baier, Sascha Banck, Anna-Kristina Bauer, Katrin Bechhold, Daniel Berger, Willi Bette, Helga Böhnke, Isti Dhaniswari-Schindler, Karin Günther, Christian Hildebrandt, Dr. Joachim Hildebrandt, Jana Kempe, Sebastian Kolb, Walter Kunzi, Dirk Murschall, Jan-Dirk Müller-Esdohr, Eva Nou-Janele, Setia Nugraha, Martin Rehm, Wolfram Reuter, Anita Schiedek, Sonja Schmidt, Bernhard Schmidt, Alexander Schräpler, Christa Schweins, Irmgard Sell, Christiane Specht, Oliver Stumpf, Roland Thamm, Peter Trcka, Florian Trykowski und Dr. Marion Wolf
Preise - professioneller Bereich
1. Preis: Oliver Stumpf (Lauf)
Motiv: „Trans“
2. Preis: Setia Nugraha (Nürnberg)
Motiv: „Fremd in Nürnberg“
3. Preis: Alexander Schräpler (Nürnberg)
Motiv: „Badefabrik“
Preise - semiprofessioneller Bereich
1. Preis: Peter Trcka (Erlangen)
Motiv: „Home town“
2. Preis: Dirk Murschall (Nürnberg)
Motiv: „Atrium“
3. Preis Dr. Joachim Hildebrandt (Lichtenfels)
Motiv: „Berliner Tagebücher“
Sonderpreis des Erlanger Kulturreferats:
Irmgard Sell (Würzburg)
Motiv: „Stadtoase“
Die Jury hat es sich nicht leicht gemacht: Sehr divergent waren manchmal die Beurteilungen und nicht selten kam es nur zu knappen Mehrheitsentscheidungen. Wegen der begrenzten Ausstellungsflächen musste die Zahl der Annahmen auf etwa 100 Fotografien beschränkt werden. Bei der Abstimmung zur Preisvergabe enthielten sich selbstverständlich die Jury-Mitglieder, die in persönlichen Beziehungen mit den zur Preisvergabe vorgeschlagenen Fotografen stehen.
Die eingereichten Fotografien zeigten zahlreiche, sehr verschiedenartige Annäherungen an das vorgegebene Thema „Städtebau und urbaner Raum“. Die Bandbreite reichte dabei von klassischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen bis hin zu abstrakter Fotokunst. Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll und die ausgewählten Arbeiten sind durchwegs von hoher Qualität. Einige Künstler betonten die Ästhetik der Großstädte, andere überzeugten mit hervorragenden fotografischen Qualitäten oder mit sehr originellen Herangehensweisen.
Zum Verfahren der Jurierung ist grundsätzlich anzumerken, dass es so etwas wie einen „Gold-Standard“, der die Gültigkeit der Bewertung oder „Gerechtigkeit“ der Auswahl sichert, nicht gibt. Man kann sich nur bemühen, durch die Zusammensetzung der Jury, Fachkompetenz zu sichern und sich beim Abstimmungsverfahren an die Regeln der Fairness zu halten. Als Leitlinie zur Prämierung hatte sich die Jury auf drei Kriterien geeinigt:
• Technik
• Ästhetik
• Originalität
Trotz aller Bemühungen um Objektivität, repräsentieren Jurierungen ganz generell gesehen, immer auch die Auffassung der Jury-Mitglieder und sagen nur wenig darüber aus, ob die Bilder nicht an anderer Stelle etwas oder ganz anders beurteilt worden wären. Deshalb ist ein ablehnendes Urteil nicht gleichbedeutend mit qualitativen Bewertungen wie „gut“ oder „schlecht“, sondern steht für die Auffassung der Jury, inwieweit eine Fotografie unter den gegebenen Bedingungen zur Ausstellung passt beziehungsweise nicht passt.
Wir würden uns freuen, wenn wir mit der Auswahl für die Ausstellung auch Ihren Geschmack getroffen haben und Sie sich – genau so wie wir – an den Bildern erfreuen können. Wir waren alle überrascht vom insgesamt hohen künstlerischen Niveau und von der ausgezeichneten Qualität einiger Arbeiten: Die „Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg“ präsentiert sich als eine Quelle hervorragender Fotografen bzw. Fotografien.
Die Initiative „Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg“ der Galerie Treppenhaus, des Forum Kultur der Europäischen Metropolregion Nürnberg und der Deutschen Gesellschaft für Photographie, werden alles ihnen Mögliche tun, um diese Ausstellungen fortzusetzen und zu fördern.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei folgenden Institutionen und Firmen für Ihre Unterstützung des Projekts „Foto-Szene-Metropolregion-Nürnberg 2011“:
· Kulturstiftung Erlangen
· Kulturförderung der Stadt Erlangen
· Betriebsgesellschaft IZMP mbH, Erlangen
· Geromed GmbH, Spardorf
Unser Dank gilt auch an die Firmen Photolux und Bilderrahmung Holz-Kirchner für ihre Sachspenden.








